[German] Vier Wege zur höchsten Seligkeit Podcast By  cover art

[German] Vier Wege zur höchsten Seligkeit

[German] Vier Wege zur höchsten Seligkeit

Listen for free

View show details
[Quick links] [Pause] Dem großen Weisen Vyasa, dem Verfasser des großen Epos Mahabharata, erweise ich meine Verehrung. Ihm, der die Wissenslampe namens Bhagavadgita entzündet hat, bringe ich meinen ehrerbietigen Gruß dar.Die Upanishaden sind die Kühe; Krishna ist derjenige, der sie melkt. Arjuna ist das Kalb, durch das die Milch fließt. Diese Milch ist die Bhagavadgita. Gesegnet sind jene, die diesen göttlichen Nektar trinken. Wir alle möchten glücklich sein. Aber die Bedeutung von Glück unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Und selbst für dieselbe Person kann Glück zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich erlebt werden.In den verschiedenen Phasen unseres Lebens gewinnen wir Glück aus unterschiedlichen Dingen. Am Anfang unseres Lebens ist unser Glück überwiegend körperlicher Natur. Ein kleines Kind findet Freude daran, an der Brust der Mutter zu trinken, in der Umarmung der Mutter zu schlafen und mit Spielzeug zu spielen. Doch je mehr wir körperlich und geistig heranwachsen, desto mehr verlagert sich dieses Glück allmählich hin zu dem Glück, das aus geistigen Tätigkeiten entsteht.Gibt es etwas, das noch über körperliches und geistiges Glück hinausgeht? Es scheint, dass es das gibt. Da es kein passendes Wort dafür gibt, nenne ich es „spirituelles Glück". Dieses Glück entsteht weder durch körperliche Mittel noch durch geistige Interessen. Es hängt von keinem äußeren Objekt ab. Es ist auch nicht bloß seelisches Wohlbefinden.Wenn wir in der Suche nach spirituellem Glück weiter voranschreiten, suchen wir nach immer höheren Stufen des Glücks.Gibt es so etwas wie ein „endgültiges Glück"? Wenn es existiert,• ist dieses Glück für alle gleich?• oder unterscheidet es sich von Mensch zu Mensch?• wenn es gleich ist, können es dann alle erlangen?• welcher Weg führt dazu, dieses endgültige Glück zu erfahren?• welche Voraussetzungen sind dafür nötig?• wie werden wir würdig, dieses Glück zu erlangen?Dies sind einige der Fragen, die wir in diesem Buch zu erörtern beabsichtigen.Als Grundlage für diese Überlegungen dient mir die Bhagavadgita, die berühmteste unter den alten indischen Schriften.Über dieses philosophische Werk sind in fast allen Sprachen der Welt Hunderte von Büchern geschrieben worden. Viele betrachten die Bhagavadgita nicht nur als religiöse Schrift, sondern auch als ein Werk der Psychologie. Selbst wenn man den religiösen Hintergrund weglässt, findet man in diesem wunderbaren Buch auch heute noch viele Gedanken, die für uns nützlich sind.Wie verhalten sich Menschen in unterschiedlichen Situationen? Warum geraten sie unter Stress? Und wie können sie sich aus diesem Stress befreien? All diese Fragen stellt dieses Werk klar dar. Und vor allem zeigt es, wie man das endgültige Glück oder Paramananda erlangen kann.In der Bhagavadgita wird das Wort „Yoga" in einem weiten Sinn verwendet. Obwohl jedes der achtzehn Kapitel dieses Buches den Titel eines bestimmten Yoga trägt, wird das Wort Yoga im Allgemeinen im Sinne eines Weges gebraucht.Die Bhagavadgita beginnt mit der inneren Verwirrung des großen Helden Arjuna – mit seinem Zweifel, ob er kämpfen soll oder nicht.Krishna, Arjunas Freund, Philosoph und Wegweiser, erklärt ihm verschiedene Wege und Möglichkeiten und hilft ihm, aus dieser seelischen Verwirrung herauszufinden. All diese Wege sind Wege zur Befreiung vom Stress. In diesem Sinne ist dieses Werk in hohem Maße ein Buch der psychologischen Selbstanalyse.Ich beabsichtige, dieses Buch vor allem aus genau dieser Perspektive zu erläutern. Der dramatische Hintergrund der Bhagavadgita und ihre religiösen Aspekte stehen für mich an zweiter Stelle. Ich möchte vor allem über ihre psychologischen Gesichtspunkte und über die verschiedenen Wege sprechen, die sie zum Erlangen des endgültigen Glücks aufzeigt. Was dieses endgültige Glück ist, werden wir erkennen, indem wir die unterschiedlichen Wege betrachten.Auch wenn die Wege verschieden sind, werden wir am Ende sehen, dass das endgültige Glück ein und dasselbe ist.Keiner von uns ist völlig gleich – weder körperlich noch geistig. Deshalb betrachten wir ein und dasselbe Problem auf unterschiedliche Weise. Ebenso unterscheidet sich der Weg zum endgültigen Glück von Mensch zu Mensch, auch wenn dieses Glück für alle dasselbe ist.Der Weg des Denkens oder der Jnana-YogaDer Weg des Denkens, auch Jnana-Yoga genannt, besteht in der Analyse von Gedanken und Vorstellungen. Im Grunde ist er ein Prozess tiefen Nachdenkens. Man stellt sich immer wieder Fragen, und am Ende erkennt man die höchste Wahrheit dessen, worüber man nachdenkt.Wenn man über irgendeinen materiellen Gegenstand oder über ein weltliches Thema nachdenkt, hilft dieser fortwährende Denkprozess schließlich dabei, den Gegenstand des eigenen Interesses immer besser zu verstehen.So geht auch ein Wissenschaftler vor. Er nimmt sich ein Problem vor, denkt über alle seine Aspekte nach, denkt sehr tief...
No reviews yet