• Trumps Milliarden: Präsidentschaft als Geschäftsmodell (mit Bastian Hartig)
    Mar 31 2026
    Als Präsident bekommt er offiziell 400.000 Dollar im Jahr. Doch Donald Trump verdient mehr, deutlich mehr. Und nicht nur er, sondern auch seine Familie. Laut Forbes hat er seit Beginn seiner zweiten Amtszeit rund zwei Milliarden Dollar hinzugewonnen. Sein Vermögen: etwa 6,6 Milliarden. Trump habe „eine Formel“ gefunden, wie sich politische Macht in wirtschaftlichen Gewinn übersetzen lässt. In dieser Folge von THE WILD HOUSE spricht Podcast-Host Angela van Brakel mit dem New York-Korrespondenten und Podcaster Bastian Hartig. Gemeinsam analysieren sie, wie eng wirtschaftliche Interessen und politische Entscheidungen miteinander verwoben sind und warum dieses Modell in dieser Konsequenz neu ist. Im Zentrum stehen umstrittene Krypto-Geschäfte, internationale Deals und politische Entscheidungen, die Fragen aufwerfen. Es geht um Investoren mit eigenen Interessen, um Begnadigungen und um die Mechanik eines Systems, das nicht zwingend auf klassischen Unternehmensgewinn angewiesen ist, sondern auf Einfluss, Zugang und Marke. Auch das familiäre Umfeld spielt eine zentrale Rolle. Söhne, Schwiegersohn, Ehefrau – sie alle sind Teil eines Netzwerks aus Beteiligungen, Positionen und Einnahmequellen. Ein Geflecht, in dem politische Nähe zum wirtschaftlichen Vorteil wird. Ist das politische Realität in den USA oder ein historischer Ausnahmefall? Wo endet legitimes Handeln und wo beginnt Interessenkonflikt? Und was bedeutet dieses System für die politische Kultur in den USA und ihre Beziehungen zu Europa? THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast. ⸻ Über den Gast: Bastian Hartig ist Multimedia-Journalist und internationaler Korrespondent in New York City. Er berichtet auf Deutsch und Englisch aus den USA und arbeitete unter anderem für ZDF, ARD-Hörfunk, Welt, RTL, DW, ServusTV, SRF und die dpa. Gemeinsam mit Christian Fahrenbach hostet er den Podcast „Bei Burger und Bier – Der US-Politikpodcast aus New York City“.
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    25 mins
  • Eric Trump: So sieht er seinen Vater Donald (mit Laurin Meyer)
    Mar 24 2026
    Diese Spezialfolge kommt aus New York City, der Stadt, die Donald Trump geprägt hat und die er selbst bis heute als „special place“ bezeichnet. Aufgezeichnet in McGee’s in Manhattan, der Bar, die als Vorlage für die Kultserie „How I Met Your Mother“ diente. Doch hier entsteht keine Sitcom-Geschichte, sondern eine andere: „How I Met the Trumps“. In dieser Folge von THE WILD HOUSE spricht Podcast-Host Angela van Brakel mit dem New-York-Korrespondenten Laurin Meyer. Er liefert exklusive Einblicke in die Welt der Trump-Family. Meyer, der unter anderem für das Handelsblatt berichtet, hat Eric Trump persönlich getroffen, zu einem vertraulichen Gespräch in dessen Büro. Er beschreibt, wie überraschend wenig luxuriös dieses Umfeld ist, wie der Sohn des Präsidenten auftritt und vor allem, wie er seinen Vater sieht. Wie unterschiedlich sind Vater und Sohn? Worauf sollte man bei den Aussagen von Donald Trump achten? Und was verraten diese Begegnungen über das politische Denken einer Familie, die die USA prägt? Neben diesen persönlichen Eindrücken analysieren Angela van Brakel und Laurin Meyer auch die aktuelle politische Lage. Steigende Benzinpreise werden für viele Amerikaner zum spürbaren Problem und könnten für Donald Trump zu einem politischen Risiko werden. Gleichzeitig sendet der Präsident widersprüchliche Signale im Iran-Krieg. Während öffentlich von einem möglichen Herunterfahren des Konflikts die Rede ist, werden parallel neue militärische Optionen vorbereitet. Welche Strategie verfolgt Trump? Und wie bewertet Laurin Meyer die aktuellen Entscheidungen im Weißen Haus? THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast. ⸻ Über den Gast Laurin Meyer ist New York Korrespondent für das Handelsblatt. Zuvor war er Wirtschafts- und Finanzreporter für die Welt-Gruppe, schrieb unter anderem für den Tagesspiegel und war Co-Host mehrerer Börsen-Podcasts.
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    29 mins
  • Mega-Baustelle am White House: Trumps 400-Millionen-Dollar-Projekt (mit Bastian Brauns)
    Mar 17 2026
    In dieser Spezialfolge zeigen wir nicht nur, was sich im Machtzentrum, sondern auch rund um das Weiße Haus verändert. Eine riesige Baustelle und ein zusätzlicher Sicherheitszaun prägen derzeit das Bild. Zusätzlich zum bereits bekannten Zaun – vier Meter hoch und oben so spitz, dass er kaum zu überwinden ist. Sobald jemand den White-House-fense berührt, wird Alarm ausgelöst. Diese Technologie hat allerdings ihren Preis: Allein der Zaun hat rund 64 Millionen Dollar gekostet. Das Gebäude selbst gehört zu den am besten geschützten der Welt. Das gesamte Areal ist eine Hochsicherheitszone. Überall sind Polizei und Secret Service im Einsatz, auf den Dächern stehen Scharfschützen. Diese speziell ausgebildeten Sniper gehören zu den besten weltweit. Jeden Monat müssen sie eine harte Prüfung bestehen: Aus 900 Metern Entfernung ein Ziel exakt treffen. Wer daneben schießt, ist raus. Auch die riesigen Fensterscheiben sind besonders: Sie bestehen aus sieben Zentimeter dickem Panzerglas. Sie können nicht zersplittern – selbst bei heftigem Beschuss oder Raketenangriffen. Die Südseite, auch „South Portico“ genannt, ist die berühmtere Seite des Gebäudes und oft auf Fotos zu sehen - übrigens auch auf meinem Podcast-Cover. Dahinter steht das Washington Monument: dieser große Obelisk, der an den ersten Präsidenten George Washington erinnert. Er ist übrigens der einzige Präsident, der nie im Weißen Haus gelebt hat – weil er ein Jahr vor der Fertigstellung des Gebäudes starb. Davor liegt eine riesige Grünfläche, der sogenannte South Lawn. Er wird häufig für militärische Ehrenzeremonien und den Empfang ausländischer Staats- und Regierungschefs genutzt – mit viel Protokoll und großem Zeremoniell. Außerdem befindet sich hier der Hubschrauberlandeplatz für Marine One. Während der Präsident mit dem Auto auf der anderen Seite des Gebäudes vorfährt, landet er hier per Hubschrauber. Auch das berühmte White House Easter Egg Roll, das Ostereierrollen, findet hier statt. Zum Gelände gehören außerdem ein Swimmingpool, ein Tennisplatz, eine Kegelbahn und ein Basketballfeld. Neu seit Donald Trump: angeblich auch ein Solarium. Im Keller gibt es sogar eine eigene Zahnarztpraxis – schließlich kann auch ein Präsident einmal Zahnschmerzen bekommen. Nicht weit entfernt befindet sich außerdem der Sicherheitsbunker für den Ernstfall. Das sogenannte Presidential Emergency Operations Center wurde unter anderem am 11. September 2001 von der amerikanischen Führungsriege genutzt. Nicht zu verwechseln mit dem Situation Room – dem Lagezentrum für militärische Operationen. In dieser Folge von THE WILD HOUSE meldet sich Host Angela van Brakel direkt von der 1600 Pennsylvania Avenue. Gemeinsam mit dem langjährigen US-Korrespondenten Bastian Brauns geht sie einmal rund um das Weiße Haus. Sie verraten unter anderem, seit wann das Gebäude eigentlich „The White House“ heißt, warum die Farbe des Anstrichs aus Deutschland kommt, wie das Tunnelsystem unter dem Gebäude aussieht und wohin es führt. Und auch, welcher Präsident Kühe und sogar Krokodile als Haustiere hielt. Im Zentrum stehen jedoch größere Fragen: Wie weit darf ein Präsident ein historisches Gebäude verändern? Welche Rolle spielen Symbolik und Architektur für politische Macht? Und was sagt es über eine Präsidentschaft aus, wenn selbst das berühmteste Haus der Welt zum Ausdruck eines persönlichen Stils wird? Bastian Brauns ist USA-Korrespondent von t-online und berichtet seit 2021 aus Washington, D.C. über das Weiße Haus, den Kongress und den Supreme Court. Zuvor leitete er beim Magazin Cicero von 2017 bis 2021 das Wirtschaftsressort „Kapital“. Außerdem arbeitete er als Wirtschaftsredakteur bei ZEIT Online. Seine journalistische Ausbildung absolvierte er an der Henri-Nannen-Schule
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    43 mins
  • Spannungen im Weißen Haus: Vance auf Distanz zu Trumps Iran-Krieg (mit Stefanie Bolzen)
    Mar 10 2026
    Im Weißen Haus wird in diesen Tagen genau beobachtet, wer sichtbar an der Seite des Präsidenten steht. Als Donald Trump in Mar-a-Lago den Befehl zu Angriffen auf iranische Ziele gibt, entstehen Bilder aus dem Situation Room, die weltweit Aufmerksamkeit erregen. Zu sehen sind unter anderem Außenminister Marco Rubio und Stabschefin Susie Wiles. Einer fehlt: Vizepräsident JD Vance. In dieser Folge von THE WILD HOUSE analysiert Podcast-Host Angela van Brakel gemeinsam mit der renommierten US-Korrespondentin der WELT, Stefanie Bolzen, was derzeit in Washington passiert. Denn ausgerechnet Trumps wichtigster politischer Verbündeter scheint auf Distanz zu gehen. In Interviews betont JD Vance immer wieder, dass „der Präsident“ diese Entscheidung getroffen habe. Formulierungen wie „wir“ oder „unsere Operation“ vermeidet er auffällig konsequent. In Washington registriert man solche Nuancen sehr genau. Dahinter könnte politisches Kalkül stecken. Vance gilt als eine der zentralen Figuren der MAGA-Bewegung und als möglicher Präsidentschaftskandidat der Republikaner für das Jahr 2028. Gleichzeitig wächst innerhalb der Partei die Skepsis gegenüber dem Krieg. Viele Anhänger hatten Trump gerade deshalb gewählt, weil er versprach, Amerika aus neuen militärischen Konflikten herauszuhalten. Jetzt führen die USA Krieg gegen das Mullah-Regime im Iran. Vance hingegen kann später immer sagen: Das war nicht mein Krieg. Und genau dieser strategische Schachzug des Vizepräsidenten verändert das Machtgefüge in Washington schon jetzt. THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast. - Stefanie Bolzen ist Washington-Korrespondentin der WELT und berichtet aus dem politischen Machtzentrum der USA über amerikanische Innenpolitik, transatlantische Beziehungen und geopolitische Entwicklungen. Zuvor war sie zehn Jahre lang WELT-Korrespondentin in London und berichtete dort intensiv über den Brexit sowie mehrere britische Regierungswechsel. Davor arbeitete sie als EU- und NATO-Korrespondentin in Brüssel und als Redakteurin im Ressort Außenpolitik. Bolzen studierte Neuere Geschichte in Köln und Sevilla und absolvierte ihre journalistische Ausbildung an der Axel Springer Journalistenschule.
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    21 mins
  • Merz trifft Trump: Das passiert hinter verschlossenen Türen im Weißen Haus (mit Erik Kirschbaum)
    Mar 4 2026
    Er ist der erste europäische Regierungschef, der seit Beginn der Kriegshandlungen im Iran nach Washington reist: Bundeskanzler Friedrich Merz. Das Treffen mit Donald Trump im Oval Office findet in einer der angespanntesten Phasen der internationalen Politik statt. Zwischen Handelsstreit und Krieg im Nahen Osten wird aus einem diplomatischen Besuch eine geopolitische Bewährungsprobe. In dieser Folge von THE WILD HOUSE ordnet Podcast-Host Angela van Brakel das Treffen im Weißen Haus ein und spricht darüber mit Erik Kirschbaum, renommiertem US-Journalisten der Los Angeles Times und langjährigem Auslandskorrespondenten. Gemeinsam analysieren sie, was hinter den Bildern aus dem Oval Office steckt und welche Signale dieser Besuch an Europa und die Welt sendet. Schon vor Beginn ist klar, wie groß das Interesse ist. Es ist die erste Pressekonferenz des US-Präsidenten seit Beginn der Militärschläge gegen den Iran. Journalisten drängen sich im Weißen Haus, Kameras laufen, die Aufmerksamkeit ist enorm. Vor den Kameras wirkt die Begegnung überraschend harmonisch. Donald Trump nennt Friedrich Merz einen guten Freund und wichtigen Partner. Der Bundeskanzler wiederum stellt klar, dass Deutschland im Konflikt mit dem iranischen Regime an der Seite der USA steht. Trump verteidigt die Militärschläge als notwendige Maßnahme. Ohne den Angriff, sagt er, hätte es einen Atomkrieg geben können. Doch während der Präsident über Stärke und militärische Erfolge spricht, versucht Merz einen anderen Punkt auf die Agenda zu setzen: die Zeit danach. Wie soll dieser Krieg enden? Gibt es einen Plan für die Zukunft des Iran? Genau an dieser Stelle sehen viele Kritiker die größte Schwäche der amerikanischen Strategie. Auch die öffentliche Dynamik des Treffens sagt viel über das Machtgefüge aus. Donald Trump spricht während der Pressekonferenz mehr als eine halbe Stunde. Friedrich Merz kommt nur wenige Minuten zu Wort. Die eigentlichen Gespräche beginnen erst danach, hinter verschlossenen Türen, bei weiteren Treffen und einem gemeinsamen Mittagessen. Angela van Brakel und Erik Kirschbaum analysieren, wie Friedrich Merz im Umgang mit Donald Trump agiert, warum das Verhältnis der beiden derzeit überraschend stabil wirkt und welche Rolle Deutschland in diesem Konflikt tatsächlich spielen kann. THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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    22 mins
  • Krieg im Nahen Osten: Hat Trump eine Exit-Strategie?
    Mar 3 2026
    Donald Trump ist mit dem Versprechen angetreten, keine neuen Kriege zu beginnen. Nun sprechen die USA offiziell von Krieg gegen den Iran. Nach massiven Luftschlägen auf iranische Ziele kündigt der Präsident eine weitere militärische Welle an, schließt sogar Bodentruppen nicht mehr kategorisch aus und ruft US-Bürger zur Ausreise aus der gesamten Region auf. Seit Beginn der Angriffe wurden nach US-Angaben mehr als tausend Ziele ins Visier genommen. Die Strategie wirkt klar: maximale militärische Wirkung in möglichst kurzer Zeit. Schnell Fakten schaffen, Stärke demonstrieren, den Erfolg erklären. Militäranalysten wie der frühere US-General Ben Hodges beschreiben dieses Muster als Versuch einer schnellen, klar begrenzten Operation mit minimalen eigenen Verlusten. Doch wie realistisch ist dieses Szenario? In dieser Episode ordnet Angela van Brakel die aktuelle Lage ein. Sie analysiert Trumps militärische Strategie, die politischen Ziele dahinter und die offenen Fragen, die im Weißen Haus bislang unbeantwortet bleiben. Wie klar ist das Kriegsziel tatsächlich formuliert? Gibt es eine Exit-Strategie? Und welches Risiko geht der Präsident innenpolitisch ein? Der Iran reagiert mit Vergeltungsschlägen auf US-Militärstützpunkte in mehreren Ländern der Region. Auch aus dem Libanon greifen mit dem Iran verbundene Kräfte ein. Die Kampfzone weitet sich aus. Selbst touristische Zentren bleiben nicht verschont. Lufträume sind gesperrt, Reisende sitzen fest, Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest, Hotels werden getroffen. Die Sorge vor weiterer Eskalation wächst. Gleichzeitig steigt der Ölpreis deutlich. Die Seeblockade der Straße von Hormus, einer zentralen Route für den weltweiten Energiehandel, hat unmittelbare Folgen. Auch in Europa und den USA wird Tanken teurer. Außenpolitik wird zum Alltagsthema. Innenpolitisch steht Trump unter Druck. Laut einer aktuellen Umfrage befürwortet nur rund ein Viertel der Amerikaner die Angriffe, eine Mehrheit lehnt sie ab oder ist unentschlossen. Während viele Republikaner hinter dem Präsidenten stehen, kommt aus Teilen der eigenen MAGA-Basis Kritik. Trump hatte versprochen, die USA aus neuen Kriegen herauszuhalten. Auch die Demokraten sind gespalten. Einige unterstützen die Militärschläge, viele werfen dem Präsidenten vor, die War Powers Resolution umgangen zu haben, also den Kongress nicht ausreichend eingebunden zu haben. Vor allem fehlt ihrer Meinung nach eine klare Exit-Strategie. Wie lange soll dieser Krieg dauern? Trump spricht von vier Wochen. Militärexperten halten deutlich längere Zeiträume für möglich. Für den Präsidenten ist der Konflikt damit nicht nur außenpolitisch, sondern auch innenpolitisch riskant. Ein Krieg im Jahr der Zwischenwahlen birgt enormes politisches Eskalationspotenzial. In dieser Lage reist Bundeskanzler Friedrich Merz nach Washington. Das Treffen im Weißen Haus wird zum Balanceakt. Merz hat die US-Luftschläge nicht verurteilt, zugleich aber vor weiterer Eskalation gewarnt. Wie sich dieser Krieg entwickelt und was der Besuch des Kanzlers bedeutet, ordnet Angela van Brakel in der nächsten Folge gemeinsam mit dem renommierten US-Journalisten Erik Kirschbaum ein. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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    7 mins
  • Trumps Iran-Plan: "Operation Epic Fury" und das Risiko eines neuen Krieges (Spezialfolge)
    Feb 28 2026
    Breaking News im Nahen Osten. Die USA und Israel greifen Iran an. Das amerikanische Verteidigungsministerium nennt den Einsatz „Operation Epic Fury“. Die ersten Eilmeldungen erreichten die Öffentlichkeit gegen 7.15 Uhr, begleitet von Videos mit Rauchwolken über mehreren Städten im Iran. Angela van Brakel spricht in dieser Spezialfolge mit dem Nahost-Experten Hans-Jakob Schindler, derzeit in New York. Er ordnet ein, warum diese Angriffe deutlich breiter angelegt sind als frühere Militärschläge, weshalb ein Regimewechsel ohne Bodentruppen schwer kalkulierbar bleibt und warum Iran außenpolitisch derzeit weitgehend isoliert dasteht. Zudem erklärt er, wie Israel auf mögliche Gegenangriffe reagiert und warum sich die Lage voraussichtlich nicht innerhalb weniger Tage entscheiden wird. Nach Angaben aus Washington und Jerusalem richtet sich die Operation nicht nur gegen Nuklearanlagen, sondern gegen eine Vielzahl militärischer Ziele im ganzen Land. Auch Einrichtungen im Umfeld der iranischen Führung wurden getroffen. Präsident Trump formuliert die militärischen Ziele deutlich. Zum Schutz amerikanischer Interessen sowie europäischer Verbündeter erklärte er: „Wir werden ihre Raketen zerstören und ihre Raketenindustrie dem Erdboden gleichmachen. Sie wird vollständig, erneut, ausgelöscht werden. Wir werden ihre Marine vernichten. Wir werden sicherstellen, dass die terroristischen Stellvertreter in der Region die Region oder die Welt nicht länger destabilisieren und unsere Streitkräfte angreifen können (…)“ Zugleich spricht Trump offen von einem möglichen Regimewechsel und ruft die iranische Bevölkerung dazu auf, nach den Militärschlägen Verantwortung zu übernehmen. Wie groß ist das tatsächliche Ausmaß dieser Operation? Was verspricht sich Trump davon, nachdem Gespräche über das iranische Atomprogramm und weitergehende sicherheitspolitische Forderungen ohne Durchbruch geblieben waren? Gibt es einen Plan für die Zeit danach? Und wie real ist die Gefahr einer weiteren Eskalation in der Region? Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast. – Hans-Jakob Schindler ist Senior Director beim Counter Extremism Project in New York und Berlin, einem transatlantischen Zentrum für Analysen zu Terrorismus, Extremismus und internationalen Sicherheitsrisiken. Zuvor leitete er das Monitoringteam des UN-Sicherheitsrats zu ISIL (Da’esh), Al-Qaida und den Taliban. In dieser Funktion beriet er regelmäßig die Mitglieder des Sicherheitsrats zu globalen Terrorbedrohungen und Sanktionsfragen. Schindler verfügt über langjährige internationale Erfahrung in Diplomatie, Sicherheits- und Nachrichtendienstzusammenarbeit.
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    24 mins
  • JD Vance – wie gefährlich ist der zweitmächtigste Mann der USA?
    Feb 24 2026
    Das Leben von JD Vance liest sich wie der amerikanische Traum – nur extremer: Aufgewachsen im Rust Belt in Ohio, geprägt von schwierigen familiären Verhältnissen und der Drogenabhängigkeit seiner Mutter, erzählt er diese Geschichte später selbst in seinem Bestseller Hillbilly Elegy. Es folgt ein bemerkenswerter Aufstieg: Yale-Absolvent, Unternehmer, Senator – und heute Vizepräsident der Vereinigten Staaten. Doch dieser Weg verlief alles andere als gradlinig. Er ist geprägt von Brüchen, Positionswechseln und politischen Neuausrichtungen. Vance war einst ein deutlicher Kritiker Donald Trumps – heute zählt er zu dessen engsten politischen Verbündeten. Beobachter beschreiben ihn deshalb als einen Politiker, der sich strategisch neu positioniert hat. Politisch wird er dem nationalkonservativen Spektrum der Republikanischen Partei zugerechnet. Auch seine Namenswechsel – von James Donald Bowman über James David Hamel bis hin zu JD Vance – markieren verschiedene Stationen seiner Biografie. In Washington wird bereits darüber spekuliert, welche Rolle er langfristig innerhalb der Republikanischen Partei spielen könnte. Vereinzelt fällt dabei auch die Zahl „48“ – eine Anspielung auf die 48. Präsidentschaft der Vereinigten Staaten. Manche sehen in ihm eine prägende Figur einer jüngeren, ideologisch stärker konturierten konservativen Strömung, die über die Person Donald Trump hinausreicht. Andere betrachten ihn vor allem als loyalen Vertreter des Trump-Lagers. Was treibt JD Vance politisch an? Wo steht er ideologisch – jenseits der Wahlkampfrhetorik? Und welche Bedeutung könnte sein weiterer Aufstieg für die Zukunft der amerikanischen Demokratie haben? Darüber spricht Angela van Brakel mit der preisgekrönten Autorin Kerstin Kohlenberg. Die langjährige Washington-Korrespondentin der ZEIT hat JD Vance mehrfach porträtiert und seinen Weg vom politischen Quereinsteiger ins Zentrum der Macht in Washington begleitet. Sie analysiert, wie strategisch sein Schulterschluss mit Trump ist, welche Rolle Religion, Elite-Netzwerke und Kulturkampf in seinem Denken spielen – und warum seine politische Entwicklung über die aktuelle Wahlperiode hinaus relevant sein könnte. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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    33 mins