• Innovation im sicherheitskritischen Umfeld mit Friedrich Conzen: Wie Francotyp-Postalia sein Kerngeschäft nutzt, um Innovationen zu finanzieren und sich gegen US-Player behauptet (#046)
    Apr 1 2026
    In dieser Folge spricht Anne Schlösser mit Friedrich Conzen darüber, wie Innovation in einem Geschäft funktioniert, das zugleich traditionell, sicherheitskritisch und stark reguliert ist, und was es braucht, damit daraus ganz konkreter Return durch schnellere Prozesse und weniger Reibungsverluste entsteht. Im Gespräch geht es um die Transformation von Francotyp-Postalia vom Marktführer für Frankiermaschinen hin zu digitalen Lösungen für Posteingang, Paket-Tracking und rechtssichere Kommunikation. An konkreten Beispielen wie dem digitalen Unterschriften-Workflow bei der AOK Nordost wird deutlich, wie schnell drastische Durchlaufzeiten verkürzt, Prozesskosten gesenkt und physische Dokumentenmappen obsolet werden. Friedrich erklärt, wie das profitable Kerngeschäft genutzt wird, um digitale Innovationen zu finanzieren, und warum digitale Souveränität, Datensicherheit und lokales Hosting echte Wettbewerbsvorteile gegenüber US-Hyperscalern sind. Außerdem geht es um die immense Bedeutung von White-Labeling für die Kundenakzeptanz bei Signaturprozessen sowie um die Rolle einer fehlerfreundlichen, zukunftsgewandten Unternehmenskultur, die nach amerikanischem Vorbild auch unfertige Produkte iterativ mit dem Kunden testet. Abschließend blickt Friedrich auf den Status quo der Post- und Logistikbranche und macht am Beispiel des eingestellten physischen Postversands in Dänemark klar, dass deutlich mehr Mut zur Digitalisierung nötig ist, um nicht von disruptiven Marktveränderungen überrollt zu werden. Über den Gast Friedrich Conzen gestaltet seit 2 Jahren in seiner Rolle als CEO bei der Francotyp-Postalia Holding AG maßgeblich den digitalen Wandel eines traditionsreichen Unternehmens mit und verbindet dabei das tiefe Marktverständnis aus der sicheren Verarbeitung von physischer Ausgangspost mit innovativen Software-Lösungen für die B2B-Kommunikation von morgen.
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    27 mins
  • Soziale Innovation skalieren mit Dr. Nina Smidt: Wie hybride Geschäftsmodelle bei der Siemens Stiftung wirtschaftliche Tragfähigkeit und gesellschaftliche Resilienz verbinden (#045)
    Mar 25 2026
    In dieser Folge spricht Anne Schlösser mit Dr. Nina Smidt darüber, wie die Siemens Stiftung als unabhängiger Akteur soziale Innovationen in den Feldern Grundversorgung, Digitalität und Klima vorantreibt und wie sich der „Return on Innovation“ nicht monetär, sondern durch gesellschaftliche Resilienz und Chancengerechtigkeit definiert. Im Gespräch geht es um die Verbindung von Technologie und Unternehmertum zur Lösung globaler Herausforderungen und darum, wie Stiftungen als „Do-Tank“ Transformation aktiv mitgestalten. Am konkreten Beispiel des eigens gegründeten Sozialunternehmens WeTu in Kenia wird deutlich, wie hybride Organisationsformen lokale Märkte für Wasser, Energie und E-Mobilität erschließen und dabei wirtschaftliche Skalierbarkeit mit sozialem Mehrwert verbinden,. Nina erklärt, wie wichtig dabei der integrierte Ansatz ist, um robuste lokale Ökosysteme zu schaffen, und wie im Bildungsbereich – etwa im Berliner MINT Hub – durch Open Educational Resources und Robotik neue Kompetenzen für die digitale Welt entstehen. Außerdem geht es um die Hürden bei der Skalierung sozialer Innovationen, die oft im Pilotstatus verharren. Abschließend blickt Nina auf die notwendigen Rahmenbedingungen und macht klar, dass langfristige Finanzierungsmodelle sowie eine stärkere Kollaboration zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft nötig sind, um systemische Veränderungen nachhaltig zu verankern. Über den Gast Dr. Nina Smidt ist seit April 2020 geschäftsführende Vorständin und Sprecherin des Vorstands der Siemens Stiftung, wo sie die Organisation strategisch auf Innovation und gesellschaftliche Transformation ausrichtet. Zuvor war sie viele Jahre im internationalen Wissenschafts- und Stiftungsmanagement tätig, unter anderem in den USA und Deutschland für die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS.
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    24 mins
  • KI und Robotik im ÖPNV mit Larissa Zeichhardt: Wie die LAT Gruppe durch smarte Kameras und Laufroboter Innovation rund um die Schiene vorantreibt (#044)
    Mar 18 2026
    In dieser Folge spricht Heike Löffler mit Larissa Zeichhardt darüber, wie Innovation im traditionellen Umfeld der Schieneninfrastruktur gelingt und wie ein mittelständisches Familienunternehmen durch die gezielte Zusammenarbeit mit Startups die Verkehrswende aktiv mitgestaltet. Im Gespräch geht es um Künstliche Intelligenz als Hebel für mehr Sicherheit, Sauberkeit und Pünktlichkeit im ÖPNV und wie aus scheinbaren Hürden wie dem Datenschutz durch smarte Anonymisierungssoftware neue Lösungswege entstehen. An konkreten Beispielen von einem ausrangierten S-Bahn-Waggon als Reallabor für Kameratechnik auf dem Firmengelände bis hin zum Einsatz von Laufrobotern am Gleisbett wird deutlich, wie neue Technologien die Effizienz steigern und gleichzeitig handwerkliche Berufe im Kampf um Fachkräfte attraktiver machen. Larissa erklärt, wie Partnerschaften mit Startups besonders dann große Wirkung entfalten, wenn der Austausch ganz pragmatisch an der gemeinsamen Kaffeemaschine stattfindet und auf diese Weise ein natürlicher Kulturwandel im Team angestoßen wird. Außerdem geht es um den Wandel in der Komfortzone, flache Hierarchien und die Relevanz einer gelebten Fehlerkultur, bei der unpraktische digitale Werkzeuge auch einfach mal auf eBay wieder verkauft werden, um Platz für Neues zu schaffen. Über den Gast Larissa Zeichhardt leitet seit zehn Jahren gemeinsam mit ihrer Schwester als CEO die LAT Gruppe, ein etabliertes Familienunternehmen für Elektromontage rund ums Gleis, und treibt die Transformation ihrer Branche durch Forschungskooperationen mit Universitäten, gezielte Startup-Investments und unkonventionelle Testumgebungen voran. Für ihren Mut, Neues zu wagen, wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ostdeutschen Wirtschaftspreis.
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    45 mins
  • AI Learning als Wettbewerbsvorteil mit Monika Wiederhold: Wie Agenten im Organigramm zur Realität werden und Unternehmen durch Corporate AI Learning implizites Wissen nutzbar machen (#043)
    Mar 11 2026
    In dieser Folge spricht Heike Löffler mit Monika Wiederhold darüber, wie Corporate AI Learning den Weg in die Zukunft der Arbeit ebnet und was Unternehmen tun müssen, um die massive Lücke zwischen neuen Technologien und den tatsächlichen Mitarbeiterkompetenzen zu schließen. Im Gespräch geht es um die zwei entscheidenden Dimensionen des AI Learnings: den breiten Aufbau von KI-Kompetenzen in der Belegschaft und den innovativen Einsatz von KI als neue Lerntechnologie. An konkreten Beispielen wie dem KI-gestützten On- und Offboarding Buddy wird deutlich, wie schnell und intuitiv implizites Firmenwissen gesichert und für Mitarbeitende nutzbar gemacht werden kann. Monika erklärt, wie die Technologie des Tochterunternehmens eduBITES eingesetzt wird, um durch KI-Agenten die Erfolgsmuster von Top-Performern im Vertrieb zu extrahieren und dieses spezifische Firmenwissen in skalierbare Trainingsangebote zu übersetzen. Zudem teilt sie exklusive Ergebnisse ihrer neuesten groß angelegten Studie im Rahmen der "Allianz der Chancen", die bemerkenswerterweise selbst durch KI-Agenten mit einem Agentic Action Research Ansatz durchgeführt wurde. Monika erklärt, wie eine erfolgreiche KI-Transformation Wirkung entfaltet, wenn das Thema fest im Top-Management verankert ist, Führungskräfte ein sichtbares Vorbild beim Lernen darstellen und Alltagsprobleme gelöst werden. Außerdem geht es um die fünf verschiedenen Unternehmens-Archetypen im Umgang mit KI und warum man das Thema als echtes Transformationsprojekt anstatt als Schulungsmaßnahme begreifen muss. Abschließend blickt Monika auf das Aufkommen KI-nativer Unternehmen mit agentischen Organigrammen und macht klar, dass Deutschland bei der KI-Adaption an die internationale Spitze rücken muss, um als Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähig zu bleiben. Über den Gast Monika Wiederhold verbindet tiefes technologisches Verständnis mit der Zukunft der Arbeit und verantwortet als Vorständin für Weiterbildung bei der Amadeus Fire Group verschiedene Bildungsträger sowie KI-gestützte Lernplattformen. Zudem engagiert sie sich als Initiatorin des unternehmensübergreifenden Corporate AI Learning-Projekts innerhalb der Allianz der Chancen aktiv für die systematische Befähigung des Wirtschaftsstandortes.
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    35 mins
  • KI-Transformation bei Schaeffler mit Franziska Molnar: Wie ein eigener Chatbot, AI Reverse Mentoring und starkes Change Management die Technologie erfolgreich in der Organisation verankern (#042)
    Mar 4 2026
    In dieser Folge spricht Heike Löffler mit Franziska Molnar darüber, wie künstliche Intelligenz erfolgreich in einer globalen Organisation, wie Schaeffler, verankert wird und was es braucht, damit Technologie im Alltag der Mitarbeitenden echten Mehrwert stiftet. Im Gespräch geht es um den schnellen Rollout unternehmenseigener KI-Lösungen und wie durch gute Rahmenbedingungen aus ersten Prototypen flächendeckende Werkzeuge entstehen. An konkreten Beispielen – vom persönlichen Desktop-Assistenten bis hin zum "Industrial Copilot" direkt am Shopfloor – wird deutlich, wie KI Prozesse beschleunigt und fundierte, datenbasierte Entscheidungen das bisherige Bauchgefühl ersetzen. Franziska erklärt, wie die erfolgreiche KI-Einführung gelingt, wenn starkes Management-Buy-in auf saubere Datenarchitektur trifft und die Technologie stets als Change-Management-Thema gedacht wird. Außerdem geht es um gezieltes Enablement durch Formate wie den "KI-Monat Mai", ein Multiplikatoren-Netzwerk und innovatives AI Reverse Mentoring für Führungskräfte. Abschließend blickt Franziska auf die hohe Veränderungsgeschwindigkeit in China und macht klar, dass Leidenschaft der wichtigste Motor ist, um Innovation in erfolgreiches Unternehmenswachstum zu verwandeln. Über den Gast Franziska Molnar treibt als Vice President Digitalkompetenz bei Schaeffler die digitale Transformation und KI-Adaption im Unternehmen voran, indem sie als Brückenbauerin zwischen Business, IT und der Belegschaft agiert, um technologische Potenziale in Geschäftswert und gelebte Unternehmenskultur zu übersetzen.
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    43 mins
  • Vom Produkt zum Systemgeschäft mit Philipp Loosen: Wie Henkel’s intelligente Klebstoffe und KI-Analysen Leckagen vorhersagen und die Industrie-Effizienz steigern (#041)
    Feb 25 2026
    In dieser Folge spricht Anne Schlösser mit Philipp Loosen von Henkel darüber, wie sich der Weltmarktführer im Bereich Klebstofftechnologien durch digitale Innovationen weiterentwickelt und wie Hochleistungsmaterialien intelligente Systemlösungen für die Industrie 4.0 werden können. Im Gespräch geht es um Klebstoffe von Henkel Adhesive Technologies: Wie ein Materialgeschäft um ein datengetriebenes Servicemodell erfolgreich erweitert werden kann. Philipp gibt faszinierende Einblicke, wie Klebstoffe heute nicht nur Bauteile in Smartphones, E-Autos und Flugzeugen zusammenhalten, sondern durch Sensorik und IoT-Anwendungen Produktionsstillstände verhindern können. Anhand konkreter Innovationen wird deutlich, wie Nachhaltigkeit und Effizienzsteigerung Hand in Hand gehen. Zudem beleuchtet Philipp die Rolle von KI und automatisierten Laboren in der Materialentwicklung und erklärt, warum Henkel bei der Zusammenarbeit mit Startups weniger auf reine Beteiligungen und mehr auf echte inhaltliche Partnerschaften setzt. Abschließend diskutieren Anne und Philipp über die Herausforderungen der Circular Economy und warum der Kunde als „Nordstern“ die wichtigste Zutat bleibt, um technologischen Fortschritt in messbares Unternehmenswachstum zu verwandeln. Über den Gast Philipp Loosen verantwortet als Vice President New Business bei Henkel Adhesive Technologies die strategische Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Innovationen jenseits des Kerngeschäfts. Mit über zwölf Jahren Erfahrung im Konzern treibt er die Verbindung von klassischer Chemie mit digitalen Lösungen voran und gestaltet aktiv das Ökosystem zwischen Konzernforschung, Venture Capital und Startups.
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    35 mins
  • Integrierte Innovationsorganisation bei Energieversorgern mit Stefan Dohler: Wie EWE Innovationen in 3 Horizonten steuert, warum Venture Clienting das Company Building ersetzt und wie KI sicher in die kritische Infrastruktur kommt. (#040)
    Feb 18 2026
    In dieser Folge spricht Heike Löffler mit Stefan Dohler darüber, wie Innovation bei EWE, Deutschlands umsatzstärkstem kommunalen Energieversorger, organisiert ist und welche strategischen Weichenstellungen nötig sind, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen. Im Gespräch geht es um die Neuausrichtung des Innovationsmanagements: Weg von isolierten Innovationseinheiten, hin zur Integration in die Geschäftsbereiche, um Skalierungseffekte besser zu nutzen. Mit der “Digital Factory” werden bei EWE kundenzentrierte Digitallösungen als Schnellbote entwickelt, aber immer mit starkem Zug aus dem Geschäft. An konkreten Beispielen von der Anwendung Künstlicher Intelligenz im Kundenservice bis hin zu Kooperationen bei Windkraft und Glasfaser wird deutlich, wie EWE durch strategische Partnerschaften und Venture-Clienting statt reinem Venture Capital Wachstum generiert. Stefan erklärt, warum bei kritischer Infrastruktur „Blackbox“-KI tabu ist, warum er nicht auf einen Startup Zoo, sondern gezielte Venture Clienting setzt und warum Innovation heute Chefsache des gesamten Vorstands ist. Abschließend blickt Stefan auf die regulatorischen Hürden und macht klar, dass verlässliche politische Rahmenbedingungen und Standardisierung nötig sind, um die komplexe Systemtransformation der Energiewirtschaft zu stemmen. Über den Gast Stefan Dohler ist CEO von EWE und treibt dort mit dem umfassenden Klimatransitionsplan das Wachstum in sechs strategischen Feldern von Wasserstoff bis zur Elektromobilität voran. Er verfügt über langjährige Erfahrung in Top-Managementfunktionen in der Energiewirtschaft, unter anderem in Skandinavien als Finanzvorstand bei Vattenfall, und treibt als Präsident des BDEW (Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft) die Weiterentwicklung der Branche.
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    40 mins
  • From Shadow AI to Scale with Meko ElMekawy: How enercity transforms internal AI adoption into a scalable operating model (#039)
    Feb 11 2026
    In this episode, Anne Schlösser speaks with Meko ElMekawy about how Enercity is successfully driving an AI transformation within a regulated environment and what it takes to scale "Shadow AI" into a structured, company-wide operating model. The conversation centers on Enercity’s "AI Factory" approach, which treats initiatives like a venture portfolio with varying risk levels to drive internal innovation. Meko shares how a baseline survey revealed a massive "Shadow AI" adoption—including the discovery of 400 autonomous agents—which triggered a strategic shift from strict control to transparency and alignment. Using concrete examples like a "Google Maps for utility planning" to optimize infrastructure routes and an "AI Buddy" designed to capture retiring expert knowledge, the dialogue illustrates how AI acts as a key accelerator for the energy transition. Meko explains how framing AI as an operating model and partnering early with the Works Council converts skepticism into high adoption rates, achieving over 90% active usage for tools like Copilot. Finally, he outlines the pragmatic "build vs. buy" decision framework and offers a future vision where AI becomes invisible, critical infrastructure—just like electricity itself. About the Guest Meko ElMekawy leads the AI transformation at Enercity, a major German utility provider supplying energy to hundreds of thousands of households. With a clear mission to scale AI as an essential part of the company's infrastructure, he focuses on combining technical innovation with cultural change management to empower a workforce of over 3,000 employees.
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    26 mins